HumanmedizinNews

Leidenschaft für die Chirurgie

Eine Beziehung mit Zukunftspotenzial?

C. Witzel

Der erste Schnitt in der Chirurgie vergisst man nie. Ein Moment zwischen Ehrfurcht, Adrenalin und Verantwortung – und der Anfang einer Reise, die mehr verlangt als nur Wissen und Präzision. Zwischen Idealismus und harter Realität, zwischen Zweifel und tiefer Leidenschaft erzählt dieser Text von der Entscheidung für die Chirurgie.

In der Chirurgie: Mentale Vorspannung auf den Eingriff beim chirurgischen Händewaschen
Mentale Vorspannung auf den Eingriff beim chirurgischen Händewaschen.
Foto: Niels Rößler

 

Der erste Moment, an den sich jede Chirurgin, jeder Chirurg erinnern kann: Der erste Schnitt, das Gefühl und der Druck unter dem eigenen Finger, wenn das Skalpell durch die Haut eines lebenden Menschen tritt. Es ist ein Moment, der den Herzschlag beschleunigt und einem Achtung vor dem Leben vermittelt, das vor einem liegt.

Die Entscheidung für ein Leben in und mit der Medizin ist selten eine, die aus Verlegenheit getroffen wird. Ja, es gibt die, die eine Praxis übernehmen sollen oder den Wunschtraum der Eltern nach einem „anständigen“ Beruf erfüllen. Aber die meisten von denen verlassen irgendwann dieses Feld.

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Die, die nicht genau wissen, wohin ihr Herzblut fließt, wählen andere Fächer oder steigen kurz nach Beginn des Studiums aus. Die anderen beginnen mit einer großen Portion Leidenschaft und Idealismus, doch darunter mischt sich schnell die Realität, gepaart mit bitterem Sarkasmus. Die bittere Schwere, die sich selbst mit tiefschwarzem Kaffee nicht so leicht vertreiben lässt, bleibt einem als Nachgeschmack hängen. Und trotzdem ist da diese große Liebe zu dem Fach, das einen auch so intensiv mit den Fingern und Händen arbeiten lässt.

Als ich mich selbst für die Chirurgie entschied, hatte ich zuvor ein anderes Arbeitsleben, abseits der Medizin, gewählt, geliebt und gelebt. Der Schritt zu wechseln war der Endpunkt aus Jahren, in denen ich immer wieder mit dem Gedanken gespielt habe, noch einmal neu anzufangen. Nicht, weil ich unzufrieden oder gar unglücklich war mit meiner ersten Wahl – ganz und gar nicht. Der Gedanke an die Medizin, speziell an die Chirurgie, war eher wie eine alte Liebe, an die man sich immer wieder erinnert und sich die Frage stellt: „Was wäre, wenn ich mich anders entschieden hätte?“. Und irgendwann ist der Punkt da, da muss man eine Entscheidung treffen und sich selbst die Frage beantworten oder aufhören, daran zu denken.

 

Wehrmedizinische Monatsschrift WMM 4/2026: Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

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