HumanmedizinNews

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Pathologie am Beispiel des Lungenkarzinoms

Konrad Steinestel, Lena-Maria Löwer-Kiem

Die Digitalisierung diagnostischer Workflows und der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) verändern die moderne Pathologie grundlegend. Am Beispiel des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) werden aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der KI-basierten Auswertung histologischer und molekularer Biomarker dargestellt. Während supervidierte Lernverfahren bereits eine reproduzierbare und objektive Beurteilung immunhistochemischer Biomarker wie PD-L1 ermöglichen, eröffnen nicht-supervidierte und hybride Ansätze neue Wege zur Hypothesengenerierung und Mustererkennung. 

Abb. 2: (A) Immunhistochemische Färbung auf PD-L1 am Gewebeschnitt eines Lungenkarzinoms; (B) KI-gestützte Bestimmung des PD-L1 Tumor Proportion Score (TPS; Verhältnis zwischen PD-L1-positiven Tumorzellen und der Gesamtzahl der Tumorzellen) durch die Software Mindpeak.
Abb. 2: (A) Immunhistochemische Färbung auf PD-L1 am Gewebeschnitt eines Lungenkarzinoms; (B) KI-gestützte Bestimmung des PD-L1 Tumor Proportion Score (TPS; Verhältnis zwischen PD-L1-positiven Tumorzellen und der Gesamtzahl der Tumorzellen) durch die Software Mindpeak.
Grafik: Mindpeak

Die Nutzung synthetischer Trainingsdaten und multimodaler Modelle könnte künftig die diagnostische Präzision weiter verbessern. Trotz dieser ­Fortschritte bleibt die pathologische Expertise unverzichtbar, insbesondere bei der Auswahl und Qualitätsbeurteilung der Rohdaten, der klinischen Interpretation, der Kontextualisierung und Qualitätssicherung der Ergebnisse.

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