Im Kongo und in Uganda ist erneut eine Ebola-Epidemie ausgebrochen. Die WHO rief daher den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Ein Patient soll zur Behandlung nach Deutschland gebracht werden. Da sich das Virus weiter in Zentralafrika ausbreitet, könnte es auch für die Bundeswehr wieder an Bedeutung gewinnen.
Die Weltgesundheitsorganisation hat am 17. Mai den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, nachdem aus dem Kongo acht laborbestätigte Fälle, 246 Verdachtsfälle und 80 vermutete Todesfälle in der Provinz Ituri gemeldet wurden.
Deutschen Medienberichten zufolge soll ein US-Bürger, der positiv auf Ebola getetstet wurde, zur intensivmedizinischen Behandlung nach Deutschland gebracht werden. In der Berliner Charité verfügt man über spezialisierte Isolierstationen, die für die Behandlung hochinfektiöser Patienten ausgestattet sind. Deutschland sei zudem schneller erreichbar als die USA. Auch sechs Kontaktpersonen sollen mitkommen.
Ebola in Zentralafrika: Lage besorgniserregend
Auch in der ugandischen Hauptstadt Kampala wurden zwei Ebola-Fälle durche ein Labor bestätigt. Die beiden Patienten mussten auf Intensivstationen aufgenommen werden. WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte sich laut BR sehr besorgt über Umfang und Geschwindigkeit der Epidemie.
Besonders problematisch sei, dass es sich um die seltene Bundibugyo-Variante des Virus handelt – gegen diese Virusvariante gibt es weder Impfstoffe noch Medikamente. Die WHO prüft derzeit, ob existierende Präparate bei der Eindämmung helfen könnten, jedoch seien dafür noch weitere Studien nötig.
Bundeswehr wieder gefragt?
Der aktuelle Ausbruch erinnert an den Bundeswehreinsatz während der großen Ebola-Epidemie in Westafrika vor rund zehn Jahren. 2014/2015 entsandte Deutschland medizinisches Personal und Logistik-Experten nach Liberia, um beim Aufbau von Behandlungszentren zu helfen.
Die Bundeswehr beteiligte sich damals mit bis zu 200 Soldaten an der internationalen Hilfsmaßnahme und sammelte wertvolle Erfahrungen im Umgang mit hochinfektiösen Patienten. Die Bundeswehr hat damals eine Expertise aufgebaut, die nun erneut gefragt sein könnte.
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