„Proaktiv“ nannte Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr, den Einsatz der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Die Hilfsorganisation stellte heute durch Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, Oliver Meermann, ihre Verwundeten-Transportkomponente 100 (VTpK-JUH100) vor. Damit schaffen die Johanniter aus eigenen Mitteln eine bundesweit verfügbare Fähigkeit für den qualifizierten Weitertransport verwundeter Soldatinnen und Soldaten innerhalb Deutschlands.
Rettungskette von der Front
Im aktuell denkbaren Verteidigungsfall wird die Bundeswehr mit ihren Streitkräften an der NATO-Ostflanke eingesetzt werden. Der Sanitätsdienst ist dann primär darauf ausgerichtet, die Truppe im dortigen Einsatz zu unterstützen. „Wir haben aber die Situation“, erklärte Generaloberstabsarzt Dr. Hoffmann, „dass wir die sogenannte Rettungskette der Bundeswehr sicherstellen müssen.“
Die zu erwartende Menge an Verwundeten kann die Bundeswehr nicht in Frontnähe behandeln oder gar therapieren. Die Kameraden müssen dementsprechend nach Deutschland zurückgeführt und auf entsprechende Gesundheitseinrichtungen zur Sicherstellung der geeigneten Behandlung verteilt werden.


















