Der Begriff Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) beschreibt das koordinierte Zusammenwirken von staatlichen und nichtstaatlichen zivilen Organisationen mit den Streitkräften – sowohl im Rahmen der Bündnis- und Landesverteidigung, als auch bei der Gefahrenabwehr, Katastrophenhilfe sowie bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr im Kontext von Stabilisierungsoperationen oder humanitären Hilfsmaßnahmen.
Die Bereitschaft sich der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit verstärkt zu widmen, ist vor dem Hintergrund der vielfältigen Krisen, die uns drohen, gestiegen. Dass zivile Organisationen die Bundeswehr aktiv unterstützen sollen, ist ein relativ neues Szenario, das sich erst im Zuge der aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen konkretisiert. Die Bundeswehr braucht für die großen nationalen Herausforderungen Unterstützung.
Als Themenfelder sieht der Malteser Hilfsdienst:
1. Unterstützung der Bundeswehrkrankenhäuser
Im Spannungs- oder Verteidigungsfall wird ein erheblicher Teil des medizinischen Personals der Bundeswehr in Einsatzgebiete verlegt. Die dadurch entstehenden personellen Lücken in den Bundeswehrkrankenhäusern sollen unter anderem durch zivile Organisationen wie Malteser, Johanniter, Deutsches Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund geschlossen werden.
2. Strategischer Patiententransport
Im Verteidigungsfall ist mit einer hohen Zahl an Verwundeten zu rechnen, die transportiert werden müssen. Weder die Bundeswehr noch der öffentliche Rettungsdienst werden dies allein bewältigen können. Daher sind Malteser, Johanniter, DRK und andere als unterstützende Organisation eingeplant – beispielsweise beim Transport von Patienten mit Lazarettzügen aus dem Einsatzgebiet heraus.









