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Patch-Clamp-Technologie: Effizientes Substanzscreening zur Verbesserung der Patientenversorgung bei Organophosphatintoxikationen

T. Seeger, Dirk Steinritz, Lara Maria Molitor

Organophosphatintoxikationen sind nach wie vor eine ernsthafte toxikologische Gefährdung. Durch die irreversible Hemmung der Acetylcholinesterase (AChE) führen diese zu einer Überstimulation und Desensitisierung der nikotinischen Acetylcholinrezeptoren (nAChR). Bestehende Therapieansätze sind in ihrer Wirksamkeit begrenzt, wodurch die Entwicklung neuer Strategien zur Wiederherstellung der Rezeptorfunktion an Bedeutung gewinnt.

Patch-Clamp-Technologie: Effizientes Substanzscreening Abb. 1: Schematische Darstellung der Aktivierung und Desensibilisierung nikotinischer Acetylcholinrezeptoren. Die Anzahl der desensibilisierten Rezeptoren steigt mit höheren Acetylcholin-Konzentrationen. In Gegenwart von Soman oder Tabun ist eine Reaktivierung mit derzeitigen Therapeutika nicht möglich.
Abb. 1: Schematische Darstellung der Aktivierung und Desensibilisierung nikotinischer Acetylcholinrezeptoren. Die Anzahl der desensibilisierten Rezeptoren steigt mit höheren Acetylcholin-Konzentrationen. In Gegenwart von Soman oder Tabun ist eine Reaktivierung mit derzeitigen Therapeutika nicht möglich.
Grafik erstellt mit BioRender.com

Die vorliegende Arbeit beschreibt die Möglichkeiten der Patch-Clamp-Technologie als präzise Methode zur funktionellen Untersuchung ligandengesteuerter Ionenkanäle. Mithilfe dieses automatisierten Patch-Clamp-Systems wurden exemplarische Messungen an Zellen mit humanen nAChR-α7- und GABAA-Rezeptoren durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen typische Rezeptorantworten, einschließlich der positiv allosterischen Modulation des nAChR-α7 durch PNU-120596 sowie der hemmenden Wirkung von Picrotoxin am GABAA-Rezeptor. Diese Beispiele verdeutlichen die Eignung der Methode zur qualitativen und quantitativen Bewertung substanzspezifischer Effekte in pharmakologischen und toxikologischen Kontexten.

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Die Patch-Clamp-Technologie ist eine tierversuchsfreie und effiziente Methode zur Charakterisierung neuroaktiver Substanzen und zur Unterstützung der Wirkstoffentwicklung bei neurotoxikologischen Fragestellungen hervorragend geeignet.

Wehmedizinische Monatsschrift 1-2/2026: Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

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