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HumanmedizinNews

Unter Druck im Unterdruck: Aerosinusitis bei Piloten – Fallvorstellung

23.01.2020 •

Carsten Juhran ᵃ, Andreas Werner ᵇ

ᵃ Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe – Fachabteilung II –, Fürstenfeldbruck

ᵇ Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe – Fachabteilung I –, Königsbrück

Zusammenfassung


Photo

MRT nach Revisions-OP: Der Recessus frontalis ist weit offen (Pfeil). (© Bundeswehr/BwKrhs Ulm)

Eine mangelhafte Belüftung der Nasennebenhöhlen, wie sie z. B. bei einer Sinusitis vorliegt, kann bei rasch wechselndem Umgebungsdruck zu massiven Beschwerden und schwerwiegenden Komplikationen führen. Diese können unter Umständen bis zur Handlungsunfähigkeit im Fluge führen. Eine fliegerische Tätigkeit ist aufgrund des ständig wiederkehrenden Druckwechsels deshalb bei unzureichender Belüftung der Nasennebenhöhlen ausgeschlossen.

Auch nach einer operativen Sanierung im Falle einer chronischen Rhinosinusitis – wie in dem hier vorgestellten Fall – lässt der klinische und radiologische Befund nicht immer eine sichere Aussage darüber zu, ob ein Druckausgleich gewährleistet ist. Im Zweifel muss deshalb eine flugphysiologische Diagnostik im Unterdruck erfolgen.

Stichworte: Sinusitis, Druckausgleich, Barotrauma, Flugphysiologie, Aerosinusitis, Pilot

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Datum: 23.01.2020

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