Nach lokalisiert frustraner antiinfektiöser Therapie wurde ein Patient mit generalisierter Parodontitis (Stadium III lokalisiert IV Grad C) an die Spezialambulanz Parodontologie des Bundeswehrkrankenhauses Berlin überwiesen. Im Parodontalstatus zeigte sich unter anderem eine Furkationsbeteiligung Grad III um die mesiobukkale Wurzel mit einem klinischen Attachmentverlust von ca. 60 % an Zahn 26.
Zum Erhalt des Zahnes war eine Wurzelamputation der mesiobukkalen Wurzel indiziert, wodurch als Standardtherapie eine Wurzelkanalbehandlung notwendig wird. Bei noch vorhandener Sensibilität wurde als Versuch zur Vitalerhaltung der Pulpa eine partielle Pulpotomie vorgenommen.
In der Befundevaluation drei Monate nach der Amputation war der Patient beschwerdefrei, der Zahn reagierte sensibel, und die Entzündungsparameter waren rückläufig. Die Behandlung scheint die Vitalerhaltung der restlichen Pulpa zu ermöglichen. Dies führt zu einer Vermeidung oder zumindest Verzögerung einer Wurzelkanalbehandlung.
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