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Künstliche Intelligenz in der Radiologie: Erste Erfahrungen aus dem Bundeswehrkrankenhaus Berlin

Tobias Schneider, Anett Mabel Tillmann, Hannah Pecher, Markus Preiß

Anwendungen mit künstlicher Intelligenz finden sich immer häufiger im Alltag, beispielsweise in Form von ChatGPT, Chatbots bei Dienstleistern oder in Internetvideos. Besonders das Fachgebiet der Radiologie eignet sich für die Nutzung von künstlicher Intelligenz, da hier ein Großteil der Daten vollständig digital vorliegt. Diese Daten und Metadaten können interpretierend, im Rahmen der Befundung oder nicht interpretierend im Rahmen der Bilddatenerhebung bzw. der Administration durch künstliche-Intelligenz-(KI)-Applikationen bearbeitet werden. Bei interpretierender Nutzung fungiert die künstliche Intelligenz beispielsweise als Zweitmeinung oder als Tool zur Priorisierung von Befunden, indem die pathologischen Befunde in der Arbeitsliste des Radiologen gekennzeichnet werden. Bei der nicht interpretierenden Nutzung sind Vorteile im Strahlenschutz, der Bildqualität und der besseren Auslastung der Großgeräte erkennbar.

Markierung einer Lungenarterienembolie bei Rechtsherzbelastung und entsprechend eingeschränkter Herzkreislaufzeit: Die hohe Thrombuslast wird zuverlässig markiert. Die Berechnung erforderte weniger als zwei Minuten.
Markierung einer Lungenarterienembolie bei Rechtsherzbelastung und entsprechend eingeschränkter Herzkreislaufzeit: Die hohe Thrombuslast wird zuverlässig markiert. Die Berechnung erforderte weniger als zwei Minuten
Grafik: BWKrhs Berlin

Aus wehrmedizinischer Sicht sind die Aspekte Strahlenschutz, aufgrund des doch jüngeren Patientenklientels, aber auch die Befundpriorisierung, z. B. im Rahmen eines Massenanfalls an Verwundeten, von Bedeutung. Zu beachten sind auch Aspekte der Ausfallsicherheit und des Datenschutzes. Erste Anwendungen von KI in der Radiologie des Bundeswehrkrankenhauses Berlin zeigen einige Herausforderungen und konnten dennoch in den ersten Anwendungen vielversprechende Ergebnisse erzielen.

Wehmedizinische Monatsschrift 12/2025: Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

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