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Neurochirurgische Lehrfilme im Zweiten Weltkrieg – der ärztliche Blick, das Medium Film und die subjektive Vermittlung von Wissen

Jacob Frank Stössel, Sabine Schlegelmilch

Der medizinische Lehrfilm „Operative Versorgung von Schussverletzungen des Gehirns im Frontbereich“ aus dem Jahr 1943, von Wilhelm Tönnis produziert, dokumentiert die neurochirurgische Versorgung von Kopfschussverletzungen in einem Frontlazarett der Luftwaffe in Dnjepropetrowsk. Der Beitrag untersucht den Film als medizinhistorische Quelle und als Instrument der medizinischen Wissensvermittlung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der ärztliche Blick filmisch konstruiert und in Kriegszeiten zur Standardisierung der medizinischen Praxis eingesetzt wurde.

Neurochirurgischer Lehrfilm im Zweiten Weltkrieg
Neurochirurgischer Lehrfilm im Zweiten Weltkrieg
Foto: Militärhistorische Lehrsammlung in der Sanitätsakademie der Bundeswehr

Die Analyse zeigt, dass der Film über reine Dokumentation hinausgeht. Er gestaltet den ärztlichen Blick selbst und überführt chirurgische Erfahrung in ein didaktisch strukturiertes Lehrformat. Bildsprache, Kommentar und Fallauswahl verdeutlichen den Versuch, medizinische Kompetenz in ein systematisches Wissensschema zu übertragen. Zugleich zeigt sich, dass der wissenschaftliche Anspruch des Films eng mit den ideologischen Rahmenbedingungen seiner Entstehungszeit verknüpft ist.

Wehmedizinische Monatsschrift 1-2/2026: Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

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