Vorrangiges Ziel einer medizinischen Rehabilitationseinrichtung ist, neben der Verbesserung des Gesundheitszustandes der Rehabilitanden, deren Wiedereingliederung ins Berufsleben zu unterstützen. Die Berücksichtigung von Verhaltensweisen, Einstellungen und Gewohnheiten im Arbeitsleben ist im therapeutischen Prozess für eine langfristige gesundheitliche Stabilität und beruflichen Erfolg unerlässlich.
Dabei bleibt die Übertragung von Therapieerfolgen in die reale berufliche Situation eine zentrale Herausforderung stationärer Rehabilitationsmaßnahmen. Auf Grundlage der 2023 in Kraft gesetzten „Fachlichen Leitlinie zur Standardisierung des Pilotprojektes Rehabilitationsstützpunkte für den Kommandobereich Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung“ wurde am Reha-Stützpunkt FachArztZ Rostock ein Intervallrehabilitationskonzept etabliert. Dieses setzt sich aus mehreren Modulen zusammen.
Die Programme IDA (Intensivierte Dienstliche Aktivierung) und DORENA (Dienstlich Orientierte Reha-Nachsorge) sind überwiegend physiotherapeutisch orientiert und beinhalten unter anderem gezielte physio- und bewegungstherapeutische Maßnahmen, Training der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) sowie ergonomisches Training und Beratung mit dem Ziel, die körperliche Leistungsfähigkeit den Anforderungen der jeweiligen Dienstposten entsprechend zu steigern.
Dienstlich Orientiertes Coaching (DOC) hingegen richtet sich an Rehabilitanden mit psychischen Beeinträchtigungen, psychosozialen Belastungen und dienstbezogenen Problemlagen und ist in die Phase der nachgehenden Rehabilitationsleistungen und der medizinisch-beruflichen Rehabilitation (Phase E, BAR) einzuordnen.
Die intervallartige Ausrichtung innerhalb der Module sowie innerhalb des Konzeptes ermöglicht eine flexible Durchführung der Maßnahmen, die entweder einzeln oder sequenziell absolviert werden können, abhängig von Art und Ausprägung der vorliegenden körperlichen und/oder psychischen Einschränkungen.
Beschreibung der Maßnahme DOC
Die hier im Folgenden näher beschriebene und evaluierte bundeswehrspezifische Maßnahme DOC fokussiert inhaltlich auf die Stärkung personaler Ressourcen der Rehabilitanden wie Motivation, Zielorientierung, Selbstwirksamkeitsüberzeugung, Arbeitsstress- und Konfliktbewältigung und soziale Kompetenzen.
Sie orientiert sich an dem von Bürger und Koch vorgeschlagenem Rahmenkonzept zur Kombination von bereits existierenden berufsbezogenen Therapieprogrammen, wobei die Phasen „Training“, „Erprobung und Ausbau“ sowie „Transfer“ durch die intervallartige Ausrichtung der Maßnahme über einen Zeitraum von 3 Monaten parallel ablaufen.
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